Sterilisationsmobil für ausgesetzte Haustiere

Sterilisationsmobil für ausgesetzte Haustiere

Am 11. Mai 2013 wurde unser Sterilisationsmobil in der Gemeinde Valldemossa eingeweiht, um die Population der verwilderten Hauskatzen einzudämmen und Tiere in den uns angeschlossenen Heimen kastrieren zu lassen. Somit kastrieren wir seit 2013 jährlich mehr als 1000 Strassenkatzen.

Leider werden immer noch viele ehemalige Hauskatzen vergiftet, da Privatleute ihre Tiere nicht kastrieren wollen oder mangels finanzieller Möglichkeiten nicht können. Deren Abkömmlinge vermehren sich dann unkontrolliert und sorgen für Ärger bei Nachbarn und Hotelbesitzern.

Daher ist unser Hauptanliegen durch grossflächige Kastrationen die Population von Strassenkatzen zu verringern, um so zukünftiges Elend zu vermeinden. Wir fahren also von Gemeinde zu Gemeinde, um vor Ort die Tiere mit Hilfe der Katzenfreunde in den Orten zu kastrieren.

Der bürokratische Aufwand, der uns jedoch auferlegt wird, um großflächig Tiere einzufangen und zu sterilisieren, ist enorm und zeitraubend. Denn die Inselregierung erlaubt uns diese Arbeit nur, wenn wir zuvor die Genehmigung der jeweiligen Gemeinde eingeholt haben. Diese sehen aber oftmals die Notwendigkeit unserer Arbeit gar nicht ein.

Auch in unseren angeschlossenen Tierheimen sterilisieren wir vor Ort, um nur fortpflanzungsunfähige Tiere zu vermittlen. Mittlerweile beansprucht dieses Projekt einen Großteil unserer gesamten Arbeitskraft. So ist aber ein äußerst wichtiger Beitrag, um zukünftige Probleme zu vermeiden.

DA WIR IMMER WIEDER GEFRAGT WERDEN, WIE LÄUFT DAS GANZE PROZEDERE AB, HIER EINE ZUSAMMENFASSUNG:

Katzenbetreuer ersuchen Hilfe: Katzenfreunde oder Betreuer von Katzenkolonien kontaktieren uns per Mail, Facebook oder Telefon und bitten um Hilfe ihre Kolonien, die sie betreuen, kastrieren zu lassen.

Was passiert dann?

1. Zuallererst muss BALDEA ein Abkommen mit dem Rathaus unterzeichnen, welches es uns erlaubt, Strassenkatzen kastrieren zu dürfen(!). Dies kann bedeuten, dass BALDEA im Durchschnitt 3-4 mal mit dem Bürgermeister im Vorfeld sprechen muss, d.h. mehrfach von Palma nach Can Picafort, Arta oder Escorca etc. zu fahren und diesem die Vorteile der Kastrationen nahezubringen. Von Vorteil ist immer, wenn man eine gutorganisierte und Personal starke Gruppe von Katzenbetreuern vor Ort in den einzelnen Gemeinden hat.

2. Ist das Abkommen nach Wochen oder Monaten endlich unterzeichnet, heisst es die Betreuer der Katzenkolonien zu kontaktieren, die ihre freiwilligen Fänger organisieren müssen. BALDEA muss seine Bestände an Katzenfallen und Transportkisten ständig überprüfen, erneuern oder aus dem Lager holen und einen Abend vor der Einfangaktion den Freiwilligen in den Gemeinden zukommen lassen. Oftmals müssen wir auch das Einfangen von Strassenkatzen erklären oder sogar persönlich unterstützen.

3. Vor Ort werden Fallen mit gut duftendem Futter bestückt und an verschiedenen Punkten aufgestellt. Dann heisst es sich in Geduld zu üben, d.h. warten, warten (!) bis die Katzen in die Falle gehen. Katzen in Transportkisten umsetzen und geschützt unterstellen.

4. Kastrationstag: Sterilisationsmobil an den Ort, den die Gemeinde zur Verfügung stellt, fahren, wichtig, ist wir benötigen einen Stromanschluss. OP-Material vervollständigen, alles für die OP vorbereiten, endlich kastrieren/sterilisieren,  Autoclave zum sterilisieren der Instrumente betätigen, Transportkisten säubern.

Nachbereitung: OP-Material durchsehen und fehlendes Material notieren, Katzenmenge und Geschlecht ebenfalls vermerken, Sterilisationsmobil säubern, Katzen wieder geschützt für eine Nacht unterstellen und ausruhen lassen.

5.: Katzen an ihren Ursprungsort zurücksetzen. Sterilisationsmobil wieder wegfahren oder die nächsten Tage weiter kastrieren.

Insgesamt kann man sagen, werden 5-8 Personen gebraucht, die zusammen ca. 20 Stunden für ca. 15 Katzen an Vorbereitungen, Einfangen, eigentlichem Kastrieren, Nachbereiten benötigen.

Konkret konnten wir von Januar bis Ende März bereits fast 350 Katzen in verschiedenen Gemeinden kastrieren, mehrheitlich Weibchen. Mit den  Gemeinde Valldemossa, Santa Maria, Sencelles, Marratxi, Puigpunyent, Esporles, Alaró, Lloseta, Calvia, Deia, Son Servera konnten wir Abkommen unterschreiben. Gespräche führten wir ausserdem mit: Artá,  Santa Margalida (Can Picafort), Escorca (Kloster Lluc), Bunyola, Algaida, Montuiri, Binissalem, Campanet.

In den Tierheimen von Esporles und vorallem in Llucmajor haben wir ausserdem einen Grossteil der Katzenpopulation der Orte kastrieren können.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies. ACEPTAR