Häufig gestellte Fragen

Was macht man wenn man Zeuge einer Tiermisshandlung ist?

1. Wenn Sie einen Fall von unverhältnismäßiger Aggression gegenüber einem Tier beobachten, benachrichtigen Sie umgehend die Polizei (112) oderdie Guarda Civil (Telefon: 062).

2. Rufen Sie andere Menschen herbei, wenn Sie Angst haben alleine mit der Situation konfrontiert zu sein.

3. Machen Sie wenn möglich Fotos und versuchen Sie möglichst viel Information zu erhalten (Ort des Geschehens, Name und Anschrift des Täters, Datum und genaue Uhrzeit) und zeigen Sie den Aggressor an. Bitte geben Sie Ihre Kontaktdaten (Namen, Tlf., E-Mail etc. an, um mit Ihnen in Kontakt bleiben zu können und ggf. auftretende Fragen klären zu können)

Das Strafgesetzbuch, Artikel 337, besagt, dass es sich um ein Vergehen handelt, wenn ein Haustier ungerechtfertigt bestraft wird. Die Guardia Civil, Policía Nacional, etc. müssen aufgrund eines vorhandenen Deliktes einschreiten.

Was macht man, wenn Tiere schlecht gehalten werden ?

Wenn Sie meinen, dass ein Tier unter schlechten Bedingungen gehalten wird, dann folgen Sie einer Reihe von Schritten

1) Als Erstes sollte man sich vergewissern, ob es sich um die Nichteinhaltung einer Gemeindeverordnung handelt. Und vor allem, ob das „Tierschutzgesetz der Balearen“ eingehalten wird. “Ley Balear de Protección de los animales que viven en el entorno humano 1/92 de 8 de abril (y Reglamento que la desarrolla 56/1994)”. Siehe Gesetz Ley 1/92.

Leider ist Kettenhaltung von Hunden nicht verboten. Maximal 23 Stunden am Tag darf ein Hund angekettet werden. Einmal am Tag muss er von der Kette kommen. Wie das genau aussehen soll, Größe des Arenals, etc. wird nicht beschrieben. Es ist unmöglich zu kontrollieren, ob der Besitzer tatsächlich den Hund täglich freilässt. Diese haben üblicherweise alle möglichen Ausreden. Hier kämpft BALDEA seit Jahren dafür, das Gesetz zu überarbeiten, bis jetzt leider ohne Erfolg.

Per Gesetz muss der Hund / Pferd eine Hütte / Unterstellmöglichkeit zur Verfügung haben, sowie ausreichend Wasser und Futter. ist dies offentsichtlich nicht der Fall, muss die Polizei eingeschaltet werden.

2) Benachrichtigen Sie ebenfalls zusätzlich die zuständigen Gemeindeinstitutionen (Rathaus). Die Policía Local, die Gemeindepolizei ist üblicherweise für die Inspektionen zuständig, sie muss auch den Rechtsbrecher ahnden. Es ist ratsam, alles schriftlich zu machen.

Es ist immer von Vorteil, Fotos vom Tier und Daten des Besitzers und der Umstände zu zeigen, um den Verursacher zu identifiziere

3) Die Tierschutzorganisationen haben mangels Personal bzw. Freiwilliger oftmals nicht die Möglichkeit einzuschreiten, wenn einem Tier Leid zugefügt wird.

BALDEA ist seit 2007 jährlich ca. 70 Fälle ehrenamtlich nachgegangen. Leider sehen wir uns nur noch einmal in der Woche imstande Inspektionen zu machen, da tägliche Arbeit wie Kastrationskampagnen, Schulprojekt, Fundraising etc. unsere komplette Zeit in Anspruch nimmt .

Generell können weder wir noch andere Tierschutzvereine aktiv werden, wenn Nachbarn aufgrund von Hundegebell etc sich belästigt fühlen.

Was macht man, wenn man einen ausgesetzten oder weggelaufenen Hund findet?

Zuerst einmal gehen Sie zur Ortspolizei oder zu einem Tierarzt, um nachzuschauen, ob der Hund einen Chip (meist subkutan an der linken Schulter) hat. Falls dies der Fall ist, kann der Besitzer somit ermittelt werden. Wenn er nicht identifiziert werden kann und Sie nicht schon bei der Polizei sind, dann verständigen Sie diese. Sie wird den Hund abholen lassen und in das nächste Gemeindetierheim bringen lassen. Dort hat er innerhalb von 15-21 Tagen vermittelt werden, ist seine Zeit abgelaufen und auch kein Tierschützer oder Verein kann ihn aufnehmen, versuchen die  meisten Gemeindetierheime diesen noch eine Zeitlang bei sich zu behalten. Kommen dann aber zu viele Hunde gleichzeitig an, wird er eingeschläfert.

Nimmt Baldea Tiere auf?

Nein, BALDEA verfügt selber über kein  Tierheim. Wir vertreten viele Tierschutzorganisationen der Insel und versuchen die Arbeiten zu übernehmen, die die Tierschutzvereine, die sich mit der Vermittlung von Tieren befassen, aufgrund von Zeitmangel und permanenter Überlastung nicht machen können.

Was ist der Unterschied zwischen einem Refugio und einer Perrera auf Mallorca?

Die perreras municipales (Gemeindetierheime) behalten die eingefangenen oder abgegeben Tiere zwischen 15 und 21 Tagen. Wenn diese in dem Zeitraum nicht adoptiert werden und zu wenig Platz vorhanden ist, werden diese eingeschläfert. Unzählige Tierschutzvereine und private Tierfreunde tragen maßgeblich dazu bei, dass in den Gemeindetierheimen die Zahl der eingeschläferten Tiere je nach Jahreszeit nicht allzu hoch ist, aber leider gibt es je nach Tierheim noch immer Tötungen. Die Gemeindetierheime müssen ausbaden, was rücksichtslose Halter verursachen.

Einige private Tierschutzvereine wie z.B. in Calviá der Verein SOS ANIMAL MALLORCA, wo keine eingeschläfert werden,  übernehmen Tiere aus dem Gemeindetierheim. Ebenso Gemeinden wie Felanitx und Capdepera.

Die meisten Gemeinden haben ein Abkommen mit Natura Parc , einer Privatfirma, die ausgesetzte oder aufgefunden Hunde, Katzen, Pferde abholt und in ihrem eigenen Tierheim unterbringt. Hier wird wie in einem Gemeindetierheim  nach verstrichener Frist eingeschläfert, aber viele Freiwillige und Tierschutzvereine versuchen auch hier so viele Tiere wie möglich zu retten, indem Sie diese in Pflegestelle verteilen.

Für Palma ist das Gemeindetierheim Son Reus verantwortlich, wo ebenfalls Tierschützer einen großen Teil der Tiere vor dem Tod retten.

Refugios hingegen sind private Tierheime ohne Gewinnstreben, die Tiere aufnehmen oder aus den Gemeindetierheimen übernehmen. Leider kämpfen alle Refugios ums Überleben und sind maßgeblich auf Spenden und Freiwillige angewiesen. Die  Refugios geben Hunde und Katzen mit Chip, geimpft und oft auch bereits kastriert gegen einen Betrag zwischen 150-350 € ab, was oftmals gerade einmal die Kosten deckt, da es sich hier um eine Mischkalkulation handelt. Es gibt Tiere, die sehr lange in Tierheimen bleiben, kranke Tiere, deren Behandlung teuer sein können oder gar kostenspielige Operationen anstehen.

Was muss man bei einer Adoption eines Haustieres beachten?

Das Aufnehmen eines Tieres ist eine Verpflichtung für das gesamte Leben des Tieres.

Dabei muss am berücksichtigen, dass Kaninchen im Durchschnitt 10 Jahre, Hunde 15 Jahre, Katzen bis zu 20 Jahre, Pferde 30 Jahre und Papageien und Schildkröten – gar je nach Art – bis zu 100 Jahre alt werden können.

Das Tier sollte zum Alltag des Menschen passen, ausreichend finanziellen Möglichkeiten sollten im Krankheitsfall vorhanden sein, und vor allem genügend Zeit und Geduld aufgebracht werden, um das Tier zu erziehen bzw. zu beschäftigen. Mit einem Hund, der ein Grundstück  zur Verfügung hat, sollte trotzdem täglich ein abwechslungsreicher Spaziergang gemacht werden, um dessen Bedürfnis Gerüche aufzunehmen zu befriedigen und seine Muskulatur zu trainieren.

Wichtig ist, dass man die Bedürfnisse des Tieres genau kennt. Bei den verschiedenen Hunderassen deren spezifischen Bedürfnissen: hüten, treiben, jagen etc., um dieses Anlagen entsprechend zu befriedigen oder per Training im Zaun zu halten.

¿Kann ich einen Hund / eine Katze halten?

Dafür sollte man diese Fragen mit JA beantworten:

Ist die gesamte Familie einverstanden?

Habe ich genügend Platz für das Tier?

Habe ich die Zeit und Geduld in zu erziehen?

Werde ich das Tier bis zu seinem Tod begleiten können?

Werde ich die Hinterlassenschaften des Hundes auf der Straße einsammeln?

Kann ich die Tierarztkosten übernehmen?

Kann ich dafür sorgen, dass es sich nicht ungewollt vermehrt?

Kann ich die Sterilisationskosten bezahlen? Bis zu 300 € bei großen Hunden?

Wer sorgt in meiner Abwesenheit bei Urlaub oder Krankheit für das Tier?

Wer übernimmt das Tier, falls man umziehen muss?

Was ist besser ein Rassehund oder ein Mischling?

Das Wichtigste ist, dass man sich mit den rassespezifischen Eigenart des Hundes beschäftigt und sich so vor Überraschungen schützt. Einige Rassen sind überzüchtet und leiden an Krankheiten oder Fehlbildungen, die der angeblichen Schönheit dienen, aber das Tier leiden lässt. HD bei Schäferhunden, kurze Nasen bei Mopsen, Falten bei Sharpeis etc.

Mischlinge sind meistens weniger für Krankheiten anfällig und vom Charakter her stabiler und einzigartiger in ihrer Mischung.

Ist es besser einen Welpen oder einen erwachsenen Hund zu adoptieren?

Die Vorteile einen erwachsenen Hund zu übernehmen sind nicht von der Hand zu weisen. Üblicherweise sind sie stubenrein, falls sie nicht gerade nur draußen gehalten worden sind, aber generell lernen Hunde bis hohe Alter gern und gut. Erwachsene Hunde zerkauen nicht alles, knabbern meist weder Möbel noch Schuhe etc. an. Sie sind ausgewachsen und oftmals auch recht gut sozialisiert und haben eventuell schon etwas gelernt. Die  privaten Tierschutzvereine und Heime geben sie mit Chip, geimpft und oft auch bereits kastriert gegen einen Betrag zwischen 150-350 € ab, was oftmals gerade die Kosten deckt.

Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass jeder Hund seine eigene Charakter hat und einige eher ruhig von Natur aus sind, andere hingegen sehr aktiv, andere wiederum recht eigenständig, andere sehr anhänglich, vielleicht auch eher zurückhaltend, es gibt Hunde, die Kinder lieben, andere haben eher Angst vor Kindern, da diese laut und lebhaft sein können…..

Auch die Pflege des Felles kann ausschlaggebend bei der Auswahl des Hundes / der Katze sein.

Wo kann man Tiere adoptieren?

Auf Mallorca werden jährlich über 10.000 Tiere vornehmlich Hunde ausgesetzt. Schauen Sie auf unserer Seite unter Mitglieder nach und gehen Sie auf die Links der vielen Tierheime. Hier finden Sie unzählige Tiere, die dringend ein neues liebevolles Zuhause benötigen.

Was macht man, wenn man sich von seinem Haustier trennen muss?

Aufgrund der Tatsache, dass die privaten Tierheime aus allen Nähten platzen, sollte dies die allerletzte Option sein.

– Fragen Sie alle Bekannten, Freunde, Familienangehörigen, Arbeitskollegen etc…

– Benutzen Sie soziale Netzwerke wie Facebook, platzieren Sie gute Fotos mit einer genauen  Beschreibung des Tieres.

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